• Deutschland belegt Spitzenplatz bei Auslandsinvestitionen Bundesbeauftragter Kopper befürchtet Einbruch in diesem Jahr

Wirtschaft : Deutschland belegt Spitzenplatz bei Auslandsinvestitionen Bundesbeauftragter Kopper befürchtet Einbruch in diesem Jahr

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Berlin (fmd/HB). Bei der Anwerbung ausländischer Direktinvestitionen hat Deutschland im vergangenen Jahr mit einem Volumen von 40 Milliarden Euro erneut einen europäischen Spitzenplatz erzielt. Im laufenden Jahr, befürchtet der Bundesbeauftragte für Auslandsinvestitionen, Hilmar Kopper, könnte das aber anders werden. „Ich wäre ganz froh, wenn wir die Hälfte von 2002 schaffen würden“, sagte der frühere Chef der Deutschen Bank. 20 Miliarden wären aber im Vergleich zur ersten Hälfte der 90er Jahre immer noch ein großer Erfolg, sagte Kopper.

Um den Investitionsstandort Deutschland nachhaltig zu stärken, müssten wirtschaftspolitische Reformen jetzt schnell umgesetzt. „Unsere Unfähigkeit, mal einen Schlussstrich unter das Ladenschlussgesetz zu ziehen, ist immer Anlass für genüssliche Kommentare im Ausland“, sagte der oberste Wirtschaftsförderer des Landes. Echte Sorgen bereiten Kopper mögliche Veränderungen bei der Verlustverrechnung. Wenn Unternehmer Verluste in den Anfangsjahren nicht mit später erzielten Gewinnen verrechnen dürften, könnte sich manche Kalkulation als Makulatur erweisen, warnte er. Die wichtigsten Auswahlkriterien für den Standort Deutschland seien aber Größe und Lage des Marktes als Tor zum Osten sowie der gute Ausbildungsstand der Beschäftigten.

Im vergangenen Jahr waren die Niederlande größter Investor in Deutschland. Da das Nachbarland aber wegen seiner Steuerpolitik auch viele ausländische Holdings anziehe, lasse sich nicht genau nachvollziehen, wer wirklich hinter den Investitionen stecke. Auf die Niederlande folgen Großbritannien und Frankreich als größte Investoren in der Bundesrepublik. Große Aufmerksamkeit werde dem deutschen Standort derzeit in China entgegengebracht, sagte Kopper.

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