Wirtschaft : Deutschland bleibt nur Mittelmaß

GENF (dpa).Die deutsche Wirtschaft ist im Vergleich der Wettbewerbsfähigkeit wegen der hohen Arbeitslosigkeit, des starren Arbeitsmarktes und der hohen Steuern weiterhin nur Mittelmaß.In der am Donnerstag in Genf vorgelegten Rangliste des unabhängigen Weltwirtschaftsforums verbesserte sich Deutschland unter 53 Ländern allerdings leicht vom 25.auf den 24.Rang.

Die Spitzenpositionen halten trotz der Asienkrise Singapur und Hongkong vor den USA.Auf Rang vier folgt Großbritannien, das sich vom siebten Platz verbesserte.Die Aufsteiger des Jahres sind zudem die Niederlande von Platz zwölf auf sieben und Irland von Rang 16 auf elf.Größte Absteiger sind Neuseeland, das von Rang fünf auf dreizehn zurückfiel, sowie die Krisenländer Malaysia von neun auf 17 und Indonesien von 15 auf 31.Schlußlichter bleiben mit getauschten Plätzen Rußland und die Ukraine.

In dem jährlichen "Bericht zur weltweiten Wettbewerbsfähigkeit" bewerten Wissenschaftler des Schweizer Forums und des Harvard Instituts für Internationale Entwicklung Kriterien wie die Offenheit der Märkte, die Infrastruktur, die Fähigkeiten von Management und Arbeitnehmern oder die juristischen und politischen Rahmenbedingungen.Parallel dazu befragt das Forum Manager nach ihrer Einschätzung.Im Urteil der Wirtschaftslenker schneidet Deutschland besser ab und verbesserte sich vom vierten auf den dritten Platz.

Das Forum bescheinigt der deutschen Wirtschaft wie auch Frankreich und Italien gute Werte im Management, bei der Funktion der Märkte und der Ausbildung der Arbeitnehmer.Diesen Vorteile stünden jedoch hohe Kosten für Arbeit, Steuern und Umweltschutz gegenüber.Die USA sind nach Einschätzung des Forums "die weit und breit wettbewerbsfähigste große Nation" und der Technologieführer.Der Grund: Im Gegensatz zu Europa hielten die USA die Kosten für die soziale Wohlfahrt begrenzt.

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