Wirtschaft : Deutschland liebt Verkaufspartys

Avon, Tupperware, Vileda - die im Bundesverband Direktvertrieb Deutschland (BDD) vertretenen Unternehmen haben ihren Umsatz 2011 um mehr als sechs Prozent auf 1,23 Milliarden Euro gesteigert. Das teilte der BDD am Freitag mit. Diese Entwicklung zeige, „dass der Direktvertrieb in Deutschland sich gegenüber anderen Vertriebswegen behaupten kann“, sagte BDD-Geschäftsführer Jochen Clausnitzer der Nachrichtenagentur AFP.

Beliebt sind demnach vor allem Verkaufspartys, wie sie etwa Tupperware veranstaltet. 8,5 Millionen solcher Veranstaltungen fanden 2011 in Deutschland statt – das entspricht 16 pro Minute. Die Verkaufspartys machten damit einen Anteil von 64 Prozent an der Gesamtzahl der Bestellungen aus. Unbestellte Besuche an der Haustür kamen dagegen nur auf einen Anteil von 3,4 Prozent am Geschäft. Immer mehr Vertreter kommen laut BDD auf ausdrücklichen Wunsch des Verbrauchers ins Haus, um etwa ein kompliziertes technisches Gerät oder eine Dienstleistung zu erklären. Zunehmend bieten die Direktvertriebsfirmen ihre Waren gleichzeitig im Internet an.

Im BDD sind 33 Unternehmen vertreten, die ganz unterschiedliche Produkte und Dienstleistungen anbieten: Haushaltswaren, Haustiernahrung, Reinigungsmittel, Bauelemente, Getränke, Kosmetik, Schmuck und Erotikartikel, Telekommunikations- und Energieanbieter. 180 000 Menschen arbeiten für die Firmen; mehr als 90 Prozent sind Frauen und fast alle nebenberuflich tätig. AFP

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