Wirtschaft : Deutschland und Israel legen Fondsauf 40 Millionen Dollar für Zukunftsprojekte

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Berlin Deutschland und Israel wollen einen gemeinsamen Zukunftsfonds auflegen, um damit Projekte unter anderem aus den Bereichen Wissenschaft, Forschung und Jugendarbeit zu fördern. Das kündigte der stellvertretende israelische Premierminister Ehud Olmert am Donnerstag in Berlin an. Bereits in der kommenden Woche werde es dazu einen offiziellen Briefwechsel zwischen der deutschen und israelischen Regierung geben. Welche Projekte unterstützt werden, soll ein gemeinsames Komitee bis zum kommenden Jahr erarbeiten.

Ehud war zum „Wirtschaftstag Israel“ nach Berlin gereist, an dem gestern auch Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement teilnahm. Vor 40 Jahren hatten Deutschland und Israel diplomatische Beziehungen aufgenommen.

Nach Angaben Olmerts könne der Zukunftsfonds zunächst ein moderates Volumen von vielleicht zehn Millionen Euro jährlich haben. Amit Gilad, der Sprecher der israelischen Botschaft, sagte, der Fonds solle einmal ein Volumen von 40 Millionen Dollar (rund 48,8 Millionen Euro) erreichen. Davon werde Deutschland 39 Millionen Dollar einbringen. Der Staat Israel werde sich mit einem „symbolischen Beitrag“ von einer Million Dollar beteiligen. Ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums bestätigte diese Angaben.

Um die wirtschaftliche Zusammenarbeit zu vertiefen, hatten Clement und Olmert sich bereits am Mittwoch auf die Gründung eines deutsch-israelischen Wirtschaftsrates („Business Council“) verständigt und in Berlin eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Vorsitzende des neuen Rates sind der Präsident des Bundesverbandes des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA), Anton Börner, und der Präsident des Verbandes Israelischer Wirtschaftsorganisationen), Shraga Brosh. Das Handelsvolumen zwischen Deutschland und Israel lag 2004 bei 3,7 Milliarden Euro. Deutschland ist nach den USA zweitwichtigster Handelspartner Israels. pet

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