Wirtschaft : Deutschlands größter Getränkekonzern verkauft weniger Bier

Deutschlands größter Getränkekonzern, die Brau und Brunnen AG, Dortmund/Berlin, wirtschaftet wieder rentabel und erwartet für das Gesamtjahr ein dividendefähiges Ergebnis. Im ersten Halbjahr 1999 erzielte der Konzern ein positives Ergebnis von 4,4 Mill. DM. Das Ergebnis war damit um 11,6 Mill. DM besser als vor Jahresfrist (minus 7,2 Mill. DM). Damit sei erstmals seit 1990 wieder ein Gewinn zur Jahresmitte zu verzeichnen gewesesen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

Der Getränkeabsatz sank in Jahresfrist um 4,4 Prozent auf 6,76 Mill. Hektoliter. Die Umsatzerlöse blieben mit 732 Mill. DM um 2,8 Prozent hinter dem Vorjahr zurück. Das Ergebnis im Geschäftsfeld Bier wurde zur Jahresmitte - wegen der Bierpreiserhöhung im Januar - um 14,7 Mill. DM auf minus 8,4 Mill. DM verbessert (minus 23,1 Mill. DM). Der Bierabsatz der Gruppe sank um 6,6 Prozent auf 3,743 Mill. Hektoliter. Mit einem Rückgang um drei Prozent auf 521 Mill. DM entwickelten sich die Biererlöse jedoch deutlich besser.

Das Ergebnis im Geschäftsfeld Alkoholfreie Getränke betrug per 30. Juni 1999 16,2 Mill. DM (18,2 Mill. DM), die Differenz zum Vorjahreszeitraum sei im Wesentlichen auf erhöhte Investitionen in den Markt zurückzuführen, berichtete das Unternehmen. Im Immobilienbereich entstand ein Fehlbetrag von 3,4 Mill. DM nach minus 2,3 Mill. DM im ersten Halbjahr 1998.

Zur Jahresmitte hatte Brau und Brunnen 3522 Mitarbeiter, rund 200 weniger als im Vorjahr. Das Unternehmen will nach eigenen Angaben in diesem Jahr in der AG einen Gewinn von 40 Mill. DM erzielen und darauf eine Dividende ausschütten.

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