Wirtschaft : Deutz AG: Kölner Motorenhersteller verkauft ihr Anlagengeschäft

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Deutschlands ältester Motorenhersteller, die Kölner Deutz AG, kann sich künftig voll auf das Kerngeschäft konzentrieren. Vorstandschef Gordon Riske verkündete auf der Hauptversammlung am Donnerstag den Verkauf der zum Konzern gehördenden Humboldt Wedag AG. Käufer sei eine internationale Investorengruppe. Schon seit Jahren will sich Deutz vom Industrieanlagenbauer, der Maschinen und Anlagen für die Zement- und Aufbereitungstechnik herstellt, trennen. Die Tochter arbeitet defizitär und brachte den Deutz-Konzern durch im Jahre 1996 entdeckte Bilanzfälschungen an den Rand des Konkurses.

Nachdem das Geschäftsjahr 2000 für Deutz enttäuschend verlaufen sei, kündigte Riske in 2001 Verbesserungen des operativen Ergebnisses (Ebit) an. Das vom Konzernchef eingeführte Fünf-Punkte-Programm soll bis zum Jahr 2003 Ergebnisverbesserungen von 100 Millionen Euro einbringen. Im Jahr 2000 lag der Jahresfehlbetrag bei rund neun Millionen Euro. Riske äußerte sich jedoch nicht dazu, ob Deutz in diesem Jahr wieder schwarze Zahlen schreiben wird.

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