Wirtschaft : Deutz profitiert von Volvo-Beteiligung

KÖLN .Der Kölner Motoren- und Anlagenbaukonzern Deutz AG hat im vergangenen Jahr einen deutlichen Gewinnzuwachs erzielt.Der Jahresüberschuß stieg um 24,2 Prozent auf 31,2 Mill.DM, wie Vorstandschef Anton Schneider am Donnerstag in Köln bei der Bilanzvorlage berichtete.Der Umsatz habe mit rund 3,4 Mrd.DM auf Vorjahresniveau gelegen.1998 nannte er ein "weiteres Jahr der kontinuierlichen Verbesserung".Dabei gelang eine "strategische Weichenstellung" mit dem "erfolgreichen Einstieg" in das Nutzfahrzeugsegment über eine Vereinbarung mit dem schwedischen Autokonzern Volvo (Göteborg).

Die Ertragskraft sei durch höheres Geschäftsvolumen, gestiegene Produktivität und eine günstige Währungsentwicklung zusätzlich verbessert worden, sagte Schneider.Das Motorengeschäft erzielte einen Umsatzzuwachs von zwei Prozent auf fast 2,2 Mrd.DM.Dabei sei bei den schnellaufenden Dieselmotoren das Wachstum fortgesetzt worden, bei den Mittel- und Großmotoren der Umsatz aber deutlich gesunken.Grund war vor allem die Krise am asiatischen Absatzmarkt.Bei den Industrieanlagen blieb der Umsatz mit knapp 1,2 Mrd.DM nahezu unverändert.Für das laufende Jahr rechnet Schneider mit einem weiteren Ergebniswachstum, allerdings bei Umsätzen unter dem Niveau von 1998.Beim Absatz werde der Konzern das Jahresziel von 200 000 Motoren bis 2001 erreichen.1998 wuchs der Absatz um 20 000 Stück auf rund 155 000 Motoren.Davon gingen 28 Prozent an den inländischen Markt, 32 Prozent an das restliche Europa und 30 Prozent an Nordamerika.Das Nordamerika-Geschäft läuft Deutz zufolge "hervorragend".Die Absatzregion habe eine "extrem hohe Bedeutung" für den gesamten Konzern gewonnen.

Mit Blick auf die Volvo-Kooperation bei den Nutzfahrzeugen sagte Schneider, 1999 rechne er mit "weiteren Teilerfolgen".Volvo war im vergangenen Herbst mit zehn Prozent bei Deutz eingestiegen.Im Fahrzeugbereich ist der Kölner Konzern Großkunde bei Volvo geworden und liefert kleine und mittelgroße Dieselmotoren für Busse, Baumaschinen, Lastwagen und Boote.Auf dem Markt für Energieanlagen will der Konzern seine Kräfte bündeln.Das Geschäftsfeld Energieanlagen wurde zum 1.Januar 1999 in die neue Tochtergesellschaft Deutz Energy GmbH ausgegliedert, um den Zielmarkt intensiver bearbeiten zu können.

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