DGB-Forderung : Koalition soll in der zweiten Halbzeit Mindestlohn umsetzen

Nachdem der Arbeitgeberverband BDI seine Forderungen an die zweiten Halbzeit der Großen Koalition bekannt gegeben hat, will auch der DGB nicht zurück stehen. DGB-Chef Sommer möchte den gesetzlichen Mindestlohn ganz oben auf die Agenda setzen.

Anlässlich der Forderungen des Bundesverbandes der Deutschen Industrie an die zweite Halbzeit der großen Koalition hat sich auch DGB-Chef Michael Sommer zu Wort gemeldet: "Ganz oben auf unserer Prioritätenliste steht der flächendeckende, gesetzliche Mindestlohn nicht unter 7,50 Euro", sagte Sommer dem Tagesspiegel.

Ferner müsse mehr in die Bildung investiert werden. "Mehr Qualifizierung und mehr Ausbildung – bei denen natürlich in erster Linie die Wirtschaft gefragt ist – sind zudem der Königsweg, um einen möglichen Fachkräftemangel bei anhaltend guter Konjunktur zu vermeiden", sagte Sommer. Durch die aktuellen Turbulenzen an den Finanzmärkten sieht sich der DGB-Chef "in unserer Forderung bestätigt, Hedgefonds und Private Equity strenger als bisher zu kontrollieren und zu regulieren".

Schließlich plädierte Sommer für eine Förderung der Mitarbeiterbeteiligung: "Bei der Kapitalbeteiligung von Mitarbeitern sollte die Regierung vorangehen, wenn die Beteiligung 'on top' geht und nicht aus Lohn oder Lohnerhöhung bezahlt werden muss sowie ein wirkungsvoller Insolvenzschutz gewährleistet ist", sagte der DGB-Vorsitzende dem Tagesspiegel. Tsp

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben