Wirtschaft : DGB weist Sinns Kritik zurück

DÜSSELDORF (Tsp).Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat die lohnpolitischen Aussagen des neuen Präsidenten des Münchner Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, in einem Interview des Tagesspiegels (Ausgabe von Donnerstag) heftig kritisiert.Sie seien "sachlich falsch und politisch schädlich", erklärte DGB-Vorstandsmitglied Heinz Putzhammer am Donnerstag.Sinn hatte die Löhne als zu hoch bezeichnet und die Bundesregierung aufgefordert, sie möge sich nach holländischem Vorbild in die Tarifverhandlungen einmischen.Wegen der zu hohen Löhne fänden auch zu wenige Unternehmensgründungen statt.Putzhammer fügte hinzu, daß die reale Bruttolohn- und Gehaltssumme je Arbeitnehmer in Deutschland nicht wie von Sinn behauptet seit 1980 um über 40 Prozent, sondern nur um 13,6 Prozent gestiegen seien.Demgegenüber hätten sich die realen Nettoeinkommen aus Unternehmertätigkeit und Vermögen um "unglaubliche 139,7 Prozent" erhöht.

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