Dicke Leitung unter Wasser : Google investiert Millionen in Datenkabel

Das neue Unterseekabel soll die USA mit Asien verbinden. Google gehört ebenso zu den Investoren des 300-Millionen-Dollar-Projekts wie China Telecom.

Unterseekabel, wie hier das "Arctic Fibre", einer rund 15.600 Kilometer lange geplante Glasfaserleitung von Tokio durch die Nordwestpassage über Neufundland nach London, transportieren die Daten von einem Kontinent zum anderen. Google beteiligt sich jetzt an einem Unterseekabel von den USA ebenfalls nach Japan.
Unterseekabel, wie hier das "Arctic Fibre", einer rund 15.600 Kilometer lange geplante Glasfaserleitung von Tokio durch die...Foto: dpa

Google beteiligt sich am Bau eines 300 Millionen Dollar teuren Unterseekabels zwischen Japan und den USA. Das Kabel mit dem wegweisenden Namen „Faster“ („Schneller“) verbindet die USA mit zwei Orten in Japan, an denen bereits eine Reihe weiterer Datenkabel Station machen. So solle das neue Kabel nahtlos an den weiteren asiatischen Raum angeschlossen werden, teilte das Baukonsortium am Montag (Ortszeit) mit.

In den USA ist der Anschluss großer Städte an der Westküste geplant, darunter Los Angeles, San Francisco und Seattle.

Neben Google beteiligen sich die chinesischen Telekommunikations-Unternehmen China Mobile und China Telecom sowie drei weitere asiatische Anbieter an dem Projekt. Das Kabel soll eine Kapazität von 60 Terabit pro Sekunde haben. Ausgeführt wird das Projekt vom japanischen Elektronikkonzern NEC.

Google engagiert sich bereits in ähnlichen Projekten, unter anderem seit 2008 beim Aufbau einer Hochgeschwindigkeitsleitung zwischen Japan und den USA.

Google ist immer wieder dafür kritisiert worden, dass seine Nutzer zwar immer größere Datenmengen durch die Netze schicken, Google selbst aber nicht genug in die Netze investiert. Diese Kritik kam unter anderem auch von der Deutschen Telekom. Im Interview mit dem Tagesspiegel sagte Telekom-Deutschland-Chef Niek Jan Van Damme: "Wir sprechen mit Google wie mit allen anderen Unternehmen auch. Wer von Infrastruktur profitiert, sollte sich auch an den Kosten beteiligen." AFP/dpa/vis

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