Wirtschaft : Die Airline will die kanadische Fusion stoppen

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Die Lufthansa wird die geplante Fusion ihres Allianzpartners Air Canada mit dem Konkurrenten Canadian Airlines nicht widerstandslos hinnehmen und hat einen eigenen Einstieg bei Air Canada nicht ausgeschlossen. Gemeinsam mit den anderen Partnern des Luftfahrtbündnisses Star Alliance würden "alle sinnvollen Möglichkeiten" geprüft, um den Partner Air Canada im Team zu halten, teilte die Lufthansa am Mittwoch mit.

Am Dienstag abend hatte die kanadische Finanzgruppe Onex bekannt gegeben, sie wolle mit Unterstützung der US-Fluglinie American Airlines sowohl die angeschlagene Fluggesellschaft Canadian Airlines als auch den Konkurrenten Air Canada aufkaufen und anschließend verschmelzen. Onex bietet 5,7 Mrd. kanadische Dollar (7,1 Mrd. DM) für die Übernahme. Air Canada gab bekannt, das Angebot zu prüfen. Für die Fluglinie läuft die geplante Fusion de facto auf eine feindliche Übernahme hinaus, da Canadian zur konkurrierenden Oneworld um British Airways und American Airlines zählt. Die bereits zu 20 Prozent zu American Airlines zählende Canadian kündigte an, dem Fusionsplan zuzustimmen.

Bislang hatte Lufthansa stets betont, sich grundsätzlich nicht an anderen Fluggesellschaften beteiligen zu wollen. Angesichts der drohenden Fusion in Kanada erinnerte das Unternehmen nun daran, es habe "nie ausgeschlossen, aus strategischen Gründen auch engere Bindungen einzugehen". Star-Alliance-Partner United Airlines erklärte unterdessen, die Partnerschaft mit Air Canada sei von fundamentaler Bedeutung. Die durch den Fusionsplan entstandene Entwicklung werde "sorgfältig geprüft".

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