Wirtschaft : Die Aktie des Online-Einzelhändlers legt an der Börse zu

Der Online-Einzelhändler Amazon.com ist im vierten Quartal 1999 tiefer in die Verlustzone gerutscht, erwartet aber in diesem Jahr eine deutliche Verbesserung des Ergebnisses. Das Unternehmen werde im Jahr 2000 im Kerngeschäft, zu dem neben dem Buchhandel auch der Verkauf von Musik, Videos und Spielzeugen sowie die Veranstaltung von Auktionen gehören, voraussichtlich schwarze Zahlen schreiben, erklärte Amazon-Finanzchef Warren Jenson am Mittwochabend in Seattle. Der Konzern, der mittlerweile fast 17 Millionen Kunden zählt, hat seit seiner Gründung vor sechs Jahren ständig Verluste eingefahren. Die Amazon-Aktie legte an der Börse zu.

Im ursprünglichen Buchgeschäft habe Amazon im Schlussquartal die Trendwende erreicht und einen Gewinn erwirtschaftet. Der Quartalsumsatz habe sich auf 676 Millionen Dollar (rund 1,36 Milliarden Mark) beinahe verdreifacht. Ein Jahr zuvor hatte das Unternehmen 253 Millionen Dollar umgesetzt. Vor allem die starke Nachfrage im Elektronik-Handel im Weihnachtsgeschäft habe zu dem Zuwachs beigetragen, hieß es.

Im vierten Quartal 1999 habe der Nettoverlust 185 Millionen Dollar oder 55 Cents je Aktie betragen, verglichen mit einem Fehlbetrag von 22 Millionen Dollar oder sieben Cents je Anteilsschein im Vorjahreszeitraum, teilte die Amazon.com Inc. mit. Für das Gesamtjahr 1999 wies Amazon einen Netto-Verlust von 390 (Vorjahr 74) Millionen Dollar aus. Der Umsatz legte auf 1,64 (0,61) Milliarden Dollar zu.

Im letzten Vierteljahr 1999 gewann Amazon 3,8 Millionen Neukunden. Ende des Jahres belief sich die Zahl der Kunden auf mehr als 16,9 Millionen, verglichen mit 6,2 Millionen Ende 1998. Jenson erklärte, Amazon werde kräftig weiter wachsen. Die gesamte Brutto-Marge werde sich im ersten Quartal der Marke von 20 Prozent annähern und sich weiter verbessern.

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