Wirtschaft : Die Aktien von Stinnes kommen für 15,5 bis 18,5 Euro an die Börse

FRANKFURT (MAIN) (ADN/AP).Der Mischkonzern Stinnes AG, Mühlheim/Ruhr, will nach dem nun bevorstehenden Börsengang am 14.Juni sein Baustoff-Geschäft restrukturieren.Im kommenden Jahr sollen in dieser Sparte wieder schwarze Zahlen geschrieben werden.Das kündigte der Vorstandsvorsitzende der Stinnes AG, Wulf H.Bernotat, am Montag in Frankfurt (Main) an.Für ihn stehe nun im Vordergrund, Stinnes zu einem der bedeutendsten Logistik-Unternehmen weltweit aufsteigen zu lassen.Bernotat rechnet damit, daß sich die Bereiche Logistik und Dienstleistungen zu einem Wachstumsmarkt entwickeln werden, von dem auch die Stinnes AG profitieren werde.

Die Aktien des Unternehmens sollen den Anlegern in einer Preisspanne von 15,50 Euro bis 18,50 Euro angeboten werden.Die Bookbuildingphase läuft noch bis zum 11.Juni; private Anleger, die bis einschließlich 7.Juni Stinnes-Aktien zeichnen, sollen als Anreiz eine bevorrechtigte Zuteilung erhalten.Voraussichtlich am 13.Juni wird der Plazierungspreis bekanntgegeben, die Notierung im Amtlichen Handel in Frankfurt und Düsseldorf ist für den 14.Juni vorgesehen.Im Rahmen einer Mehrzuteilungsoption werden weitere 4,9 Mill.Papiere angeboten.Insgesamt kommen rund 37,2 Mill.Aktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je 2,50 Euro an die Börse.

Der erwartete Erlös von rund 1,5 Mrd.DM (760 Mill.Euro) geht voll an den Mutterkonzern Veba.Nach Angaben von Bernotat will sich die Veba in den nächsten Jahren von 49 Prozent der Stinnes-Aktien trennen und sich später komplett von dem Unternehmen zurückziehen.Bernotat bezeichnete dieses Vorhaben als "Chance für Stinnes".Das Unternehmen könne somit besser eine eigene Strategie entwickeln.Man wolle in den fünf Geschäftsbereichen Verkehr, Chemie, Baustoffe, Werkstoffe und Sortimente künftig bessere Ergebnisse liefern.Im vergangenen Jahr erzielte Stinnes einen Umsatz von 25,4 Mrd.DM und gehörte damit zu den 30 umsatzstärksten Unternehmen in Deutschland.Das Ergebnis vor Steuern sank jedoch von 293 Mill.DM auf 250 Mill.DM, der Jahresüberschuß lag bei 160 Mill.DM.Stinnes-Chef Bernotat erklärte das schwache Abschneiden mit den Belastungen, die sich durch die Abgabe des Sanitär-Geschäfts und der Baumärkte ergeben hätten.Die Zahlen im ersten Quartal 1999 machten bereits Hoffnung auf deutlich bessere Umsätze, sagte Bernotat .

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