Wirtschaft : Die Aktionäre des Röhrenherstellers mit Mobilfunksparte müssen sich entscheiden

Der Mannesmann-Aufsichtsrat wird am Sonntag erneut über den unerwünschten Übernahmeversuch durch die britische Vodafone-Airtouch beraten. Erwartet wird, dass Vorstandschef Klaus Esser den Aufsichtsräten seine Beurteilung des aufgebesserten Tauschangebotes von Vodafone und seine Strategie zur Abwehr dieser als feindlich angesehenen Übernahme präsentiert. Mitglieder des Aufsichtsrates haben am Freitag erklärt, sie rechneten damit, dass das Kontrollgremium den Vorstand unterstützen werde. Der Kontakt zwischen den beiden Unternehmen ist nach deren Angaben immer noch unterbrochen. Dann ist es an den Aktionären zu entscheiden, ob sie auf das Angebot von Vodafone eingehen wollen oder nicht. Mannesmann-Aufsichtsratsmitglied Rainer Schmidt sagte, er gehe davon aus, dass das Gremium einstimmig die Position des Vorstands unterstützen werde. Schon auf der Sitzung in der vergangenen Woche sei der Konsens zwischen der Arbeitnehmerseite und den Vertretern des Kapitals sehr groß gewesen. Aus den öffentlichen Äußerungen Essers schließe er, dass sich dessen Haltung in der Übernahmefrage nicht geändert habe. Esser hatte mehrfach erklärt, das von Vodafone unterbreitete Tauschangebot sei völlig unangemessen.

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