Wirtschaft : Die Auf- und Absteiger des Jahres: Auf: Edson Michell

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Edson Mitchell gilt als der Mann, der die spektakulärste Bankenfusion Europas, den Zusammenschluss von Deutscher und Dresdner Bank, zum Scheitern gebracht hat. Der 47-jährige Amerikaner und Chef der Deutsche Bank-Investmentsparte pochte darauf, dass das Investmentgeschäft der Dresdner Bank abgestoßen werden sollte. Mitchell saß damals zwar noch nicht im Vorstand der Deutschen Bank, er rückte erst im Juni in das Gremium. Aber schon lange gilt der rothaarige Amerikaner als einer der mächtigsten Manager in der Deutschen Bank. Gemeinsam mit dem künftigen Vorstandssprecher Josef Ackermann und seinem Landsmann Michael Philipp bildet Mitchell den Kern des Deutsche Bank-Vorstands. Die drei Herren stehen für das Investmentgeschäft. Dort wird die Bank in diesem Jahr vermutlich mindestens die Hälfte ihrer Gewinne einfahren.

Seine Dienste lässt sich Mitchell mit 20, vielleicht 30 Millionen Mark pro Jahr entlohnen. Mitchell, der Geisteswissenschaften, Kunst und Betriebswirtschaft studierte, hat sich in die Top-Etage der Banken hochgearbeitet. Vielleicht steht der 47-Jährige als erster Amerikaner eines Tages an der Spitze der größten Bank Europas.

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