Wirtschaft : Die Bahn besteht auf teurerem Wochenend-Ticket

Konzern: Angebot könnte sonst eingestellt werden

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Berlin (hop). Die Deutsche Bahn versucht, die geplanten Preiserhöhungen beim „SchönesWochenende-Ticket“ doch noch durchzusetzen. Die Länder Bayern und Mecklenburg-Vorpommern hatten diese jüngst blockiert. Eine Sprecherin sagte dem Tagesspiegel, das Unternehmen habe nun Widerspruch gegen die Ablehnung beim Regierungspräsidium Darmstadt eingelegt, das als Koordinierungsstelle der Bundesländer dient. „Werden die höheren Preise nicht genehmigt, wäre eine mögliche Konsequenz, dass wir das Angebot komplett vom Markt nehmen“, sagte die Bahn-Sprecherin.

Zum 1. April will die Bahn die Preise für das „Schönes-Wochenende-Ticket“ beim Kauf am Schalter oder im Reisebüro von 28 auf 30 Euro anheben. Für Fahrscheine, die im Internet oder am Automaten erworben werden, soll der alte Preis gelten. Bis zu fünf Reisende können bisher sonnabends und sonntags gemeinsam auf einem „Schönes-Wochenende-Ticket“ quer durch Deutschland fahren. Allerdings gilt der Fahrschein nur für Züge des Nahverkehrs.

Preise für Leistungen im Nahverkehr müssen wiederum von allen 16 Bundesländern abgesegnet werden. Die aktuelle Genehmigung läuft zum 31. März aus. Mit dem Widerspruch gegen die Blockade der Preiserhöhung sei jedoch sichergestellt, dass das Angebot in jedem Fall bis zum 14. Juni gelte, sagte die Bahn-Sprecherin.

Bayern und Mecklenburg-Vorpommern lehnen jedoch die Pläne der Bahn ab. Der bayerische Verkehrsminister Otto Wiesheu (CSU), sagte, er habe kein Verständnis für die neuerliche Erhöhung, schließlich habe die Bahn erst vor einem Jahr den Preis für das Wochenend-Ticket um sieben Euro angehoben. Außerdem sollte der Grundsatz „gleicher Preis für gleiche Leistung gelten“. Deshalb dürfe das Ticket am Schalter nicht teurer als am Automaten sein. Die Bahn hält die Einsprüche der beiden Länder jedoch für rechtswidrig. Die wurden nun vom Regierungspräsidium zu Stellungnahmen aufgefordert. Fristen dafür gibt es allerdings nicht.

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