Wirtschaft : Die Banken haben sich schon saniert

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Am Ende wird der Schaden der Schneider-Pleite wohl bei 2,5 bis drei Mrd.DM liegen.Davon jedenfalls geht Konkursverwalter Gerhard Walter aus.Maximal zehn Prozent der eingegangenen Gläubigerforderungen wird er erfüllen können, es sei denn irgendwo tut sich noch eine gewaltige Geldquelle auf.Aber weil nur noch zehn Objekte aus der Konkursmasse nicht verkauft sind, ist das mehr als unwahrscheinlich.So müht sich Walter seit langer Zeit, die Villa Andreae, den einstigen noblen Firmensitz des Schneider-Imperiums in Königstein am Taunus, zu verkaufen.Freilich: Das, was Walter abgestoßen hat, brachte immerhin rund drei Mrd.DM in die Kasse.Geld, das fast ausschließlich an die Banken ging.Weshalb sich deren zunächst angemeldete Forderungen von 5,4 auf heute rund 2,2 Mrd.DM ermäßigt haben.250 Mill.DM an Ausfällen haben Handwerker beim Konkursverwalter geltend gemacht.Gerade mal 200 Mill.DM und damit acht Prozent der eingegangenen Forderungen von rund 2,5 Mrd.DM hat Walter bislang begleichen können.Und dies auch nur, weil im November endlich die rund 250 Mill.DM aus Genf eintrafen, die Schneider auf Nummernkonten einer Schweizer Bank hatte verschwinden lassen.Noch bis zur Jahrtausendwende wird sich der Konkursverwalter wohl mit der Akte Schneider herumschlagen müssen. Die Banken dagegen haben die finanziellen Folgen der Schneider-Pleite längst verkraftet und ihre Verluste steuermindernd geltend gemacht Für die "Miesen" haftet so auch der Steuerzahler.Freilich zahlen auch sie noch: Für die Schneider-Objekte, die sie wohl oder übel übernehmen mußten, aber bislang nicht verkaufen konnten.

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