Wirtschaft : Die BASF hat das Jahr 2003 schon abgeschrieben

Keine Hoffnung auf Erholung nach schwachem dritten Quartal

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Berlin (pet). Der weltgrößte Chemiekonzern BASF hat das Gesamtjahr 2003 schon abgehakt. Nach einem schwachen dritten Quartal geht Konzernchef Jürgen Hambrecht davon aus, dass das Betriebsergebnis vor Sondereinflüssen im Gesamtjahr unter dem des Vorjahres liegen wird. „Die jüngsten Zahlen aus dem laufenden Geschäft nähren zwar die Hoffnung, dass wir gerade die konjunkturelle Talsohle durchschreiten, damit ist aber noch kein Durchbruch erreicht“, sagte Hambrecht bei der Vorlage der Quartalszahlen am Donnerstag in London. Wann die wirtschaftliche Belebung einsetzen wird und wie stark sie wird, konnte er noch nicht sagen. Trotzdem stieg der Aktienkurs am Donnerstag um 1,18 Prozent auf 42 Euro.

Die BASF hatte schon nach dem schwachen zweiten Quartal Konsequenzen gezogen und ein umfassendes, mehrstufiges Restrukturierungsprogramm in Nordamerika angekündigt, um die Kosten zu senken. Der Konzern leidet in den USA und in Europa unter Überkapazitäten.

Die anhaltende Konjunkturschwäche, der im Verhältnis zum Euro schwache Dollar, hohe Rohstoffpreise und der daraus resultierende Margendruck haben auch das Geschäft im dritten Quartal belastet. Der Umsatz stieg zwar um 2,1 Prozent auf 7,7, Milliarden Euro, das Betriebsergebnis vor Sondereinflüssen ging im Vergleich zum Vorjahresquartal aber um ein Drittel auf 403 Millionen Euro zurück – und damit deutlich stärker, als von Analysten erwartet. Der Gewinn brach um die Hälfte auf 120 Millionen Euro ein.

Auch der Ausblick auf das vierte Quartal ist sehr verhalten. „Es zeichnete sich schon im Sommer ab, dass nur mit den allergrößten Anstrengungen das Ergebnis des Vorjahres erreichbar ist“, sagte Hambrecht. Die eigenen Anstrengungen der BASF reichten aber nicht aus, wenn sich das wirtschaftliche Umfeld nicht nachhaltig verbessere.

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