Wirtschaft : Die BEG profitiert vom Börsenboom

Die Geschichte der Berliner Effektengesellschaft AG begann Mitte der 80er-Jahre quasi als "Ein-Mann-Betrieb". Das früher nur als Börsenmakler tätige Unternehmen ist heute ein Wertpapier- und Finanzdienstleister mit etwa 100 Mitarbeitern und seit 1997 selbst börsennotiert. Unter dem Holding-Dach sind Beteiligungen und Töchter für den Aktienhandel, die Vermögensverwaltung und -beratung sowie die Börsenbegleitung zuständig. Mehrheitseigner ist Gründer und Vorstandschef Holger Timm.

Die 100-prozentige Tochter Berliner Freiverkehr (Aktien) Handel AG ist zugelassen an der Berliner, Frankfurter, Stuttgarter und Münchener Börse. Sie betreut dort als preisfeststellendes Maklerunternehmen mehr als 6000 Aktiengesellschaften - vorwiegend im Marktsegment Freiverkehr. Weiterhin ist die Gesellschaft als Betreuer im Neuen Markt tätig. Die Berliner Effektenbank AG, an der die Berliner Effektengesellschaft 40 Prozent hält, versteht sich als private Investmentbank und konzentriert sich im Privatkundengeschäft auf Vermögensverwaltung sowie -beratung und begleitet Unternehmen beim Gang an die Börse; im letzteren Bereich ist auch die Berliner Effektenbeteiligungsgesellschaft AG tätig.

Im Online-Brokerage ist die Effektenbank AG Kooperationspartner der E-Trade Group Inc, die ein globales Finanznetzwerk aufbaut. Dazu wurde mit dem zweitgrößten Online-Broker der USA die E-Trade Germany AG gegründet. Im vergangenen Sommer startete mit TradeGate die erste außerbörsliche Informations- und Handelsplattform via Internet, über die börsentäglich bis 22 Uhr Geld- und Briefkurse gestellt werden.

In den ersten drei Monaten 2000 hat die Effektengesellschaft AG mit einem deutlichen Gewinnplus vom Börsenboom profitiert. Der Vorsteuergewinn von rund 67 Millionen Mark übertraf das Ergebnis des gesamten Jahres 1999. Die Effektenbank AG steuerte 2,45 Millionen Mark bei.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben