Wirtschaft : Die bessere Kündigung

Der Aufhebungsvertrag kann eine gute Alternative zu einer Kündigung sein. Der Vertrag verspricht eine schnelle Regelung der Differenzen, sagt Daniel Marquard, Fachanwalt für Arbeitsrecht in Hamburg. Und er schont bei beiden Parteien den Geldbeutel und die Nerven. Denn kommt es nach einer Kündigung zu einem Gerichtsverfahren, kann das schnell aufreibend werden.

Ein gutes Arbeitszeugnis und eine mögliche Abfindung sind zwei Pluspunkte des Aufhebungsvertrags, sagt Martin Hensche, Fachanwalt für Arbeitsrecht aus Berlin. Ein Aufhebungsvertrag biete außerdem beiden Seiten Flexibilität, denn gegebenenfalls können Arbeitnehmer ihr Ausstiegsdatum selbst festlegen. Der Aufhebungsvertrag wird auch oft genutzt, wenn ein Fehlverhalten des Arbeitnehmers zur Kündigung führt. Denn ein Aufhebungsvertrag sieht besser aus als eine fristlose Kündigung. „Wer nicht wegen extremen Fehlverhaltens wie Diebstahl gehen muss, kann auf den Aufhebungsvertrag auch verzichten und die Kündigung abwarten“, rät Anwalt Hensche.

Wer unterschreibt, sollte darauf achten, dass die reguläre Kündigungsfrist von drei Monaten eingehalten wird. Vorher ist es ratsam, sich von einem Anwalt oder der Gewerkschaft beraten zu lassen. Die große Mehrheit der Aufhebungsverträge geht von der Arbeitgeberseite aus.Dazu kommt die Gefahr, bei der Agentur für Arbeit eine Sperrzeit zu bekommen. dpa

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