Wirtschaft : Die Biotechniker gehen an den Neuen Markt - Aktie ist vielfach überzeichnet

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Mit der Biotechnologiefirma Plasmaselect geht am Mittwoch das erste Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern an die Börse. Das vor zwei Jahren gegründete Unternehmen mit Sitz in Teterow hat ein neues Verfahren zur Blutwäsche entwickelt, mit dem Zivilisationskrankheiten wie der diabetische Fuß behandelt werden können. Nach der viertägigen Zeichnungsfrist kann das Unternehmen zufrieden sein: Die knapp 2,4 Millionen Stückaktien, die zum Ausgabekurs von 45 Euro am Neuen Markt der Frankfurter Börse platziert wurden, sind nach Auskunft des Konsortialführers BHF-Bank vielfach überzeichnet.

"Wie haben uns zum Ziel gesetzt, unseren mehrjährigen technologischen und wissenschaftlichen Vorsprung auszubauen", sagte Plasmaselect-Vorstandschef Karl-Heinz Riggers. Der Emissionserlös soll zu 90 Prozent wieder zurück ins Unternehmen fließen.

Plasmaselect machte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 13 Millionen Euro, blieb aber mit einem Minus von 4,5 Millionen Mark in der Verlustzone. In den kommenden fünf Jahren wird ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 90 Prozent erwartet. Ungewöhnlich für ein Biotech-Unternehmen ist, dass Plasmaselect bereits drei zugelassene Medikamente auf dem Markt hat. Bei der extrakorporalen Plasmatherapie, bei der bestimmte krankheitsverursachende Substanzen außerhalb des Körpers aus dem Blutplasma herausgefiltert werden, ist das Unternehmen nach eigenen Angaben Marktführer.

Als Hauptrisiko der Biotech-Firma sieht die BHF-Bank den noch offenen Ausgang der klinischen Studie für das Medikament Rheosorb, das gegen Durchblutungsstörungen eingesetzt werden soll.

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