Wirtschaft : Die Börse rechnet mit steigenden Zinsen

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Frankfurt am Main Börsianer erhoffen sich in der kommenden Woche von Konjunkturdaten und Notenbanksitzungen Impulse für den Aktienmarkt. Während in den USA eine Reihe größerer Unternehmen ihre Quartalsberichte veröffentlicht, wird in Deutschland von den großen Konzernen nur die Deutsche Bank (Donnerstag) Zahlen vorlegen.

In den USA stehen unter anderem die Ergebnisse von Exxon Mobil und Walt Disney (Montag), Google (Dienstag), Amazon, Boeing (Mittwoch), Gillette (Donnerstag) und Time Warner (Freitag) auf dem Wochenplan. Auf der konjunkturellen Seite dürfte der am Freitag fällige Arbeitsmarktbericht für Januar im Blickpunkt stehen. In den Kursen enthalten ist eine weitere Zinserhöhung in den USA. So erwarten Analysten, dass der Leitzins nach der am Mittwoch endenden zweitägigen Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank Federal Reserve um einen Viertelprozentpunk auf 2,5 Prozent steigt.

Wenn der Dow Jones an diesem Montag nicht mehr als drei Prozent zulegt, wird die Börse im Januar in den roten Zahlen landen. Das verunsichert die Marktteilnehmer, denn Statistiken zeigen, dass die Performance der Börse im Januar einen Hinweis auf das Gesamtjahr gibt. Wie der Januar, so das ganze Jahr, lautet eine alte Faustregel. Am deutschen Aktienmarkt üben sich die Analysten in Optimismus: „Es mehren sich die positiven Anzeichen“, heißt es etwa bei der Commerzbank. Was nicht falsch ist: Schließlich haben zuletzt namhafte und wichtige Unternehmen wie Nokia, SAP, Adidas, Microsoft oder auch Altana gute Zahlen für das vierte Quartal 2004 und zum Teil für das gesamte Jahr 2004 präsentiert.

Dennoch halten sich viele Großanleger zurück: „Bei uns kommt für Aktienfonds kein frisches Geld herein. Es gibt keinen Druck zu investieren“, sagt Rolf Drees von Union Invest, der Fondsgesellschaft der Volks- und Raiffeisenbanken. pf/ro

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