DIE DATENAFFÄRE : Misstrauen gegen alle

Anfang 2009 kam es ans Licht: Die Bahn hatte über Jahre nahezu alle Mitarbeiter der Korruption verdächtigt und dazu mehrfach deren Daten mit denen von Lieferanten abgeglichen. Zudem ließ sie Konten, Krankheiten und andere private Informationen ausspähen, wenn sie Beschäftigten Straftaten unterstellte. Hinzu kam die Überwachung des E-Mail-Verkehrs im großen Stil – sobald Adressen bestimmter Politiker, Experten oder Journalisten auftauchten, wurden Fahnder informiert. Im Zuge der Affäre verlor Vorstandschef Hartmut Mehdorn seinen Posten und wurde durch Rüdiger Grube ersetzt. Die Bahn musste wegen der Datenschutzverstöße 1,1 Millionen Euro Bußgeld zahlen. brö

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