Wirtschaft : Die Deutschen arbeiten weniger schwarz

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Berlin In Deutschland geht die Schwarzarbeit zurück. Im Zeitraum von 2001 bis 2004 sank der Anteil der Schwarzarbeit am deutschen Bruttoinlandsprodukt von 4,1 auf 3,1 Prozent. Das ist das Ergebnis einer Studie des Forschungsinstituts der dänischen Rockwool Foundation. In der repräsentativen Stichprobe wurden Deutsche über ihre Einstellung und ihre Aktivitäten in der Schwarzarbeit befragt.

Der Anteil der 18- bis 66-Jährigen an der Bevölkerung, die im vorigen Jahr schwarz gearbeitet haben, ging von 11,7 Prozent im Jahr 2001 auf 9,6 Prozent im Jahr 2004 zurück, berichten die Forscher weiter. Dabei sank die durchschnittliche schwarz gearbeitete Wochenarbeitszeit in dem Zeitraum um eine halbe Stunde auf acht Stunden in 2004. Die für die Schwarzarbeit gezahlten Löhne blieben dabei in etwa konstant bei nominal 10,50 Euro pro Stunde. Somit habe die Schwarzarbeit in Deutschland im vergangenen Jahr in etwa der Arbeit von 420000 in Vollzeit beschäftigten Arbeitnehmern entsprochen, sagen die Forscher. Obwohl die Schwarzarbeit insgesamt zurückging, stieg sie in verschiedenen Sektoren deutlich an: So werde mittlerweile eine von sechs Arbeitsstunden in der deutschen Bauwirtschaft schwarz gearbeitet. Außerdem ist das Angebot an Schwarzarbeit im Osten des Landes (13,9 Prozent) deutlich höher als im Westen (8,5 Prozent).

Die von den Forschern berichtete Tendenz zum Rückgang der Schwarzarbeit entspreche in der Tendenz auch der Situation in Berlin, sagte eine Sprecherin der Senatsverwaltung für Wirtschaft. Gesonderte Zahlen für die Region gebe es in der Studie jedoch nicht. „Die Studie zeigt, dass wir uns auf dem richtigen Wege befinden“, sagte Wirtschaftsstaatssekretärin Susanne Ahlers. Tsp

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