Wirtschaft : Die Deutschen: „Europas Optimisten“

Nürnberg - In Deutschland wächst die Lust am Shoppen trotz der Schuldenkrise in Griechenland. Die Stimmung der Verbraucher zieht dank der starken Konjunktur und des guten Arbeitsmarktes wieder an. Eurokrise, Inflation, das Atomunglück in Japan und die Unruhen in Nordafrika hatten die Bereitschaft zum Geldausgeben in den Vormonaten gedämpft. Doch für Juli legte der vom Nürnberger Marktforschungsunternehmen GfK ermittelte Konsumklima-Index von revidiert 5,6 Punkten auf 5,7 Punkte zu. Die Wahrnehmung der Risiken – etwa die Schuldenkrise in Griechenland – werde derzeit überlagert durch die guten Rahmenbedingungen in Deutschland, sagte GfK-Experte Rolf Bürkl. „Wir sehen seit einiger Zeit, etwa seit einem guten Jahr, dass sich die Deutschen zu den Optimisten in Europa aufgeschwungen haben.“

Dabei würde sich eine Pleite Griechenlands auch auf die Kauflust auswirken: „Verunsicherung ist immer Gift für den Konsum“, sagte Bürkl. Der GfK-Umfrage zufolge bleibt der Konsum ein wichtiges Standbein für das Wachstum. Denn die Einkommenserwartungen der Deutschen legten stark zu. Auch die Konjunkturaussichten bewerteten die Bürger positiver, die Anschaffungsneigung stieg. Damit reagierten die Befragten auf die zuletzt veröffentlichten Statistiken und die angehobenen Wachstumsprognosen für die Wirtschaft, erläuterte die GfK. Als erste Forschungseinrichtung erhöhte unterdessen das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) seine Wachstumsprognose auf 4,0 Prozent. dpa

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