Wirtschaft : Die Einlagen sind sicher Konten von Schmidt-Bank und Consors über Fonds gedeckt

tmo/HB

Kunden der kriselnden Schmidt-Bank KGaA brauchen sich um ihre Einlagen keine Sorgen zu machen. Das bestätigte gestern Dirk Cupei vom Einlagensicherungsfonds, einer Einrichtung des Bundesverbandes deutscher Banken. Gleiches gelte für Kunden des Wertpapierdienstleisters Consors Discount Broker AG, an dem die Schmidt-Bank zu mehrheitlich beteiligt ist.

"Sichtguthaben, Termingelder und Spareinlagen werden bis zur Höhe von 171,53 Millionen Mark je Kunde bei der Schmidt-Bank und von 262,40 Millionen Mark je Kunde bei Consors durch den Einlagensicherungsfonds gedeckt", sagte Cupei. Nicht gefährdet sind ferner Wertpapiere wie Aktien, Anleihen und Optionsscheine in den Depots. Über diese können die Kunden frei verfügen. Gleiches gilt für Investmentfonds, welche Schmidt-Bank und Consors aufgelegt haben.

Ein Bankenkonsortium hatte die Schmidt-Bank am Sonntag übernommen und so die drohende Schließung verhindert. Die Schieflage war durch faule Kredite entstanden. Laut Bankenkreisen soll die Schmidt-Bank in zwei bis drei Jahren abgewickelt werden. Das Institut hält 64,5 Prozent der am Neuen Markt notierten Consors, die laut Bankenkreisen verkauft werden sollen.

Consors-Kunden äußerten gestern in Internet-Foren Sorgen um ihr Geld. Doch selbst bei einer Schließung beider Kreditinstitute wären persönliche Einlagen über den Sicherungsfonds gedeckt. Der Fonds entschädigte in diesem Jahr auch die Kunden des insolventen Brokers Systracom. Nicht durch den Sicherungsfonds gedeckt sind indes Anlageformen wie Aktien und Inhaberschuldverschreibungen betroffener Banken.

Analyst Jörn Kissenkötter von der Investmentbank MM Warburg erwartet zwar, dass Consors einen neuen Eigentümer erhält. Eine Schließung sei aber nicht völlig ausgeschlossen. Er rät daher den Anlegern zum Verkauf von Consors-Aktien.

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