Wirtschaft : Die Familie Quandt hält an BMW fest - "Kein Kontakt zu VW und Ford"

ank

Die Familie Quandt hat weder Interesse noch Grund, sich von BMW zu trennen. Mit diesen Worten dementierte der Sprecher der Familie Quandt, Thomas Gauly, am Montag gegenüber dem Tagesspiegel Gerüchte, wonach der BMW-Mehrheitsaktionär die Freude am Bayerischen Investment verloren habe. Die Freude an BMW sei ungebrochen; Profitabilität und Rentabilität des Unternehmens habe sich im vergangenen Jahr trotz des Rover-Engagements deutlich erhöht. Gauly widersprach Gerüchten, wonach die Quandts bereits Sondierungsgespräche mit Ford oder mit Volkswagen über einen Verkauf des Unternehmens führten. Auch die Vermutung, dass es besser gewesen wäre, Rover schon vor einem Jahr zu verkaufen, wird von der Familie Quandt bestritten. Vor einem Jahr sei noch nicht abzusehen gewesen, dass der Turnaround nicht möglich sei. Zudem seien Investitionen nötig gewesen, um überhaupt einen Käufer zu finden. Der Sprecher äußerte zugleich Verständnis für die Verärgerung der Briten. Es sei nachvollziehbar, dass die Politik sich immer dann engagiere, wenn es um Arbeitsplätze gehe. Freilich habe sich BMW ein Jahr lang bei Rover engagiert ohne die Unterstützung der britischen Regierung und gegen den Willen der Europäischen Kommission. Die Quandts halten 46,6 Prozent am stimmberechtigten Kapital der BMW AG; sie stellen damit die größte Aktionäresgruppe des Unternehmens. Als 1960 der Verkauf von BMW an Daimler-Benz schon so gut wie perfekt war, hatte der Unternehmen Herbert Quandt gegen den Rat seiner Bank die Selbstständigkeit von BMW gerettet. In den vergangenen Wochen waren Zweifel aufgekommen, ob trotz dieser Geschichte die Familie an BMW auf alle Zeit festhalten würde. Als mögliche Käufer wurden Ford und VW genannt.

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