Wirtschaft : Die Folgen für die Reisekasse

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Nicht nur die Industrie und die Exporteure schauen auf die Wertentwicklung des Euro, auch die Verbraucher sind angesichts der bevorstehenden Weihnachstferien direkt davon berührt.

Euroland: Keine Gedanken machen müssen sich Ferienreisende, deren Ziele in Spanien, Frankreich, Italien oder Österreich liegen. Diese Länder gehören zu Euroland, die Paritäten der einzelne Länder sind seit Beginn des Jahres festgezurrt. Wer auf dem Kassenbon oder der Restaurantrechnung sogar noch einen Preis in Euro ausgewiesen bekommt, profitiert von der dadurch erreichten höheren Transparenz. Das lästige Umrechnen von Franc oder Lira in D-Mark entfällt.

Schweiz: Auch in der Schweiz wird der Rechnungsbetrag bereits vielfach nicht nur in Franken, sondern auch in Euro ausgewiesen. Doch auch wenn die Schweiz kein Euroland ist, halten sich die Schwankungen des Franken gegenüber der Europäischen Währung in engen Grenzen. Den höchsten Kurs an den Devisenmärkten erreichte der Euro 1999 am 4. Januar mit 1,6168 Franken für einen Euro, auf den tiefsten sank er am 7. Juni mit 1,5858 Franken pro Euro. Diese relativ geringe Breite macht deutlich, dass die Schweiz mitten im Eurogebiet liegt und mit diesem wirtschaftlich eng verflochten ist.

Nordamerika: Ganz anders sieht die Rechnung aus, wenn das Reiseziel Florida oder Rocky Mountains lautet. Hier schlägt die Kursveränderung des Euro gegenüber dem US-Dollar beziehungsweise dem kanadischen Dollar voll durch. Konnte man beispielswiese in Lake Louise Mitte Januar noch fast 1,80 kanadische Dollar für einen Euro eintauschen, waren es Ende November nur noch rund 1,45 Dollar.

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