Wirtschaft : Die Geldmaschine Apple Quartalsgewinn steigt auf 8,4 Milliarden Euro

Berlin - 35 Millionen iPhones, fast zwölf Millionen iPads, vier Millionen Mac- Computer und immerhin noch 7,7 Millionen iPods – die Verkaufsbilanz von Apple in den Monaten Januar bis März kann sich sehen lassen. „Wir freuen uns riesig“, sagte Konzernchef Tim Cook. Und kündigte an: „Das neue iPad hat einen großartigen Start und über das laufende Jahr hinweg werden wir noch viel mehr von dieser Art an Innovation sehen, die nur Apple liefern kann.“

Wer davon ausgegangen war, dass die Erfolgsgeschichte des Computerkonzerns nach dem Tode von Firmengründer Steve Jobs zu Ende geht, wird nun eines Besseren belehrt. Apple selbst hatte versucht, die Euphorie nach dem glänzenden Weihnachtsgeschäft etwas zu dämpfen. Die Aktie, die in der Spitze vor einigen Wochen 644 Dollar kostete, war am Dienstag mit 560 Dollar aus dem regulären Handel gegangen. Doch Apple übertraf im Ende März abgeschlossenen Quartal die Erwartungen der Analysten bei weitem. Die Aktie schoss am Mittwoch um mehr als neun Prozent auf 610 Dollar in die Höhe.

Der Konzern setzte in den drei Monaten 39,2 Milliarden Dollar um und machte einen Gewinn von 11,6 Milliarden Dollar (8,4 Milliarden Euro) – das war fast doppelt so viel wie im gleichen Quartal des Vorjahres. Der frühere Wall- Street-Analyst und heutige Blogger Henry Blodget errechnete, dass Apple jede Stunde 5,3 Millionen Dollar verdient hat. Der Konzern hat jetzt mehr als 110 Milliarden Dollar in der Kasse.

„Wir haben niemals in einem März- Quartal einen so hohen Umsatz gehabt“, sagte Finanzchef Peter Oppenheimer. Ein Grund dafür waren die kräftig gestiegenen Verkäufe in China. Dort setzte Apple 7,9 Milliarden Dollar um. Im laufenden dritten Geschäftsquartal rechnet Oppenheimer allerdings mit einem Rückgang des Gesamtumsatzes auf 34 Milliarden Dollar, unter anderem weil ein Teil der Nachfrage nach neuen iPhones und iPads schon befriedigt sei.

Das iPad der dritten Generation war erst im März in die Läden gekommen. Die Nachfrage sei weiterhin hoch, sagte Cook. „Wir verkaufen sie so schnell, wie wir sie herstellen können.“ Im Herbst wird das iPhone 5 erwartet. Viele Experten rechnen zudem mit einem Fernseher von Apple. vis/dpa

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