Wirtschaft : „Die Haltung ist das Wichtigste“

Foto: privat
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Ich habe mich in der Schwangerschaft entschieden, den klassischen Karriereweg zu verlassen und Bellybutton aufzubauen. Die Firma habe ich die ersten vier Jahre in unser Haus verlegt, damit ich bei den Kindern sein kann. Ich bin privilegiert, weil ich als Unternehmerin die Regeln selbst festlegen kann. Das Wichtigste ist, dass eine Firma eine positive Haltung zum Thema Kinder hat. Bei Bellybutton versuchen wir zum Beispiel, individuelle Lösungen bei den Arbeitszeiten zu finden. So gehe ich oft um 16 Uhr nach Hause und arbeite dort weiter, wenn die Kinder im Bett sind. Dadurch bin ich keine schlechtere Geschäftsführerin. Familie zu haben und einem ausfüllenden Beruf nachzugehen – bei unserer Firma ist das kein Konflikt. Ich glaube, dass man jeden Job auch als Mutter machen kann. Ich kenne viele Frauen, die ihrem Arbeitgeber selbst ein Modell vorgeschlagen haben. Bei meinen vorherigen Jobs bei Konzernen und einer Unternehmensberatung war das Umfeld allerdings nicht sehr kinderfreundlich. Obwohl ich jetzt weniger verdiene, haben mich die Kinder in eine viel befriedigendere berufliche Position gebracht.

Astrid Schulte (46) hat drei Töchter (8, 9, 11) und ist geschäftsführende Gesellschafterin der Schwangerschafts- und Babymodenmarke Bellybutton.

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