Wirtschaft : „Die Hersteller müssen den CO2-Ausstoß deutlicher angeben“

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Herr Meyer, welche Folgen wird der EU-Plan für Autofahrer haben?

Beim Kauf eines neuen Fahrzeugs werden die Verbraucher in Zukunft Aspekte des Verbrauchs und der CO2-Emissionen stärker berücksichtigen. Dazu trägt auch eine CO2-abhängige Kfz-Steuer, wie sie der ADAC schon vor zwei Jahren vorgeschlagen hat, bei. Beim Betrieb werden verstärkt biogene oder alternative Kraftstoffe zum Einsatz kommen.

Wie können sich Käufer besser über den CO2-Ausstoß informieren?

Im Verkaufsraum müssen Verbrauch und CO2-Emissionen deutlicher und verständlicher als bisher angegeben werden, damit der Kunde diesen wichtigen Aspekt in der Kaufentscheidung angemessen berücksichtigen kann. Eine Verbrauchs- oder CO2-Emissionsanzeige wird nach ADAC-Einschätzung nur eine geringe Verringerung des Verbrauchs bringen, ebenso Anzeigen zum richtigen Schalten der Gänge. Sinnvoller ist eine Warnung bei nicht optimalem Reifendruck, denn viele Fahrer achten zu wenig darauf, obwohl er deutlichen Einfluss auf den Verbrauch hat.

Hat die deutsche Autoindustrie genug getan, um den Verbrauch zu senken?

Der Kraftstoffverbrauch konnte durch technische Verbesserungen in den vergangenen Jahrzehnten signifikant verringert werden. Die Industrie hat schon viel getan, muss aber in Zukunft noch weitergehende Anstrengungen unternehmen, die CO2-Emissionen zu senken. Hybridantriebe wären eine gute technische Lösung.

Peter Meyer (57)

ist Präsident des Automobilverbandes ADAC, der in Deutschland 15

Millionen Mitglieder hat. Mit ihm sprach

Carsten Brönstrup.

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