Wirtschaft : Die "Honeymoon-Erlebnisse" der 90er sind Vergangenheit - Wenig neue Produkte

Die deutschen Automobilhersteller kommen nach den Fusionen und Übernahmen der 90er Jahre bei der Neuausrichtung ihrer Marken- und Produktstrategie nicht schnell genug voran. Zu diesem Schluss kommt eine am Freitag veröffentlichte Studie des Instituts für Automobilwirtschaft (IFA) an der Fachhochschule Nürtingen. Profossor Willi Diez, wissenschaftlicher Leiter des Instituts, sieht die Automobilhersteller in einer schwierigen Phase. Nach den "Honeymoon-Erlebnissen" in den 90er Jahren müsse jetzt die Optimierung der vorhandenen Strukturen erfolgen. "Die mit jedem Merger (Fusion) zwangsläufige Bereinigung und Neuausrichtung der Produktprogramme kommt zu langsam voran."

DaimlerChrysler etwa habe es nach der Fusion bislang nicht geschafft, die Marktanteile von Chrysler in Westeuropa zu steigern. Diez nannte es auch enttäuschend, dass DaimlerChrysler noch immer kein schlüssiges Konzept im Kleinwagensegment habe, um hier auch dem wichtigsten Konkurrenten Volkswagen Paroli bieten zu können. Bei VW kritisierte er die Übersegmentierung des Marktes in der unteren Mittelklasse und der Mittelklasse mit technisch ähnlichen Fahrzeugen. Zugleich hinke VW aber im Roadster- und Coup-Bereich dem Markt hinterher.

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