Wirtschaft : Die Ifa erwartet die beste Funkausstellung aller Zeiten

Anmeldungen bewegen sich auf Rekordniveau / Auswahl an Geräten für hochauflösendes TV wird größer

Corinna Visser

Monte Carlo - Die Veranstalter der Internationalen Funkausstellung Ifa sind zuversichtlich, in diesem Jahr einen Rekord aufzustellen. „Bei den Anmeldungen liegen wir bereits jetzt schon über dem Jahr 2006“, sagte Christian Göke, Geschäftsführer der Messe Berlin, auf der internationalen Pressekonferenz der Ifa am Samstag in Monte Carlo. „Und wir sind zuversichtlich, dass wir das Rekordjahr 2005 schlagen.“ Derzeit liegen laut Göke bereits rund 1060 Anmeldungen von Ausstellern vor – darunter von Panasonic, Samsung, Philips, Sharp, Grundig und Loewe. Um Sony wirbt die Ifa noch. Erfreut zeigte sich Göke darüber, dass neben dem ZDF auch die ARD wieder in größerem Umfang auf der Messe vertreten sein wird.

Philips-Deutschlandchef Hans-Joachim Kamp, Mitglied im Aufsichtsrat der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu), sagte, er sei sicher, dass das Ordervolumen – das ist der Wert der Waren, die Händler auf der Ifa bestellen – die Zahl von 2,5 Milliarden Euro aus dem vergangenen Jahr übertreffen werde.

Veranstaltet wird die Ifa von der gfu und der Messe Berlin. Sie ist nach deren Angaben die größte Messe für Unterhaltungselektronik in der Welt. In diesem Jahr findet sie vom 31. August bis zum 5. September 2007 statt – wie immer in den Messehallen unter dem Berliner Funkturm. 2005 kamen 1202 Aussteller zur Ifa. Wegen des großen Erfolgs, vor allem aber wegen des immer höheren Tempos, in dem die Branche neue Produkte herausbringt, entschieden sich gfu und Messe im Herbst 2005, die Ifa jedes Jahr stattfinden zu lassen. Bis dato gab es einen zweijährigen Turnus. Für die Aussteller bedeutete das Mehrausgaben für eine zusätzliche Messe und für 2006 auch weniger Vorbereitungszeit. So kamen vergangenes Jahr nur 1049 Aussteller (651 aus dem Ausland), auch die Zahl der Besucher sank von 245 849 im Jahr 2005 auf 212 494. Als besonderen Erfolg stufte Messe-Geschäftsführer Göke jedoch ein, dass die Zahl der Fachbesucher aus dem Ausland um 28 Prozent auf 18 600 stieg.

Im vergangenen Jahr beherrschte das hochauflösende digitale Fernsehen HDTV die Messe. In diesem Jahr werde der Schwerpunkt auf mehr Qualität, mehr Komfort und einer größeren Auswahl an multifunktionalen Geräten in HD-Technik liegen, sagte gfu-Aufsichtsrat Kamp. Zudem werde man mit den Fernsehanstalten sprechen, damit das Angebot an Programmen steigt, die tatsächlich in der hochauflösenden Qualität ausgestrahlt werden. Daneben wird es ein breites Angebot etwa an Camcordern und Abspielgeräten geben, die HD-Qualität liefern.

2006 war das Jahr, in dem erstmals mehr flache LCD- und Plasma-Fernseher in Westeuropa verkauft wurden (16,5 Millionen Stück) als traditionelle Röhrenfernseher (14,6 Millionen). Laut Jürgen Boyny von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) stehen der Branche weiterhin gute Zeiten bevor: 231 Millionen alte Fernsehgeräte gibt es laut GfK noch in Westeuropa, die durch die Geräte mit neuer Technik ersetzt werden könnten. Boyny betonte, dass die neuen Geräte immer stärker erklärt werden müssen. „Die Bedienung muss einfach werden, denn die Kunden sind sehr faul.“

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