Wirtschaft : Die Kirch-Gruppe steht vor dem Ausverkauf 50 Bewerber für insgesamt

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Frankfurt (Main) (cbu/mm/rob/HB). Knapp zwei Monate nach der Insolvenz der Kirch-Media beginnt die heiße Phase für den Verkauf der Unternehmensteile des Medienkonzerns. Nach Informationen des Handelsblatts soll Anfang dieser Woche ein erstes Paket mit detaillierten Informationen zu den insgesamt 28 Tochterfirmen von Kirch-Media an potenzielle Käufer verschickt werden. Rund 50 Bewerber hätten bisher Interesse angemeldet, heißt es in unternehmensnahen Kreisen. Darunter befinden sich alle wichtigen internationalen Medienkonzerne und einige Hollywood-Studios.

Die beiden Geschäftsführer der Kirch-Media, Wolfgang van Betteray und Hans-Joachim Ziems, sowie Insolvenzverwalter Michael Jaffé‚ sind an einer schnellen Lösung für Kirch-Media interessiert. Den Informationen zufolge soll ein möglicher Verkauf der wichtigsten Unternehmensteile noch in diesem Jahr über die Bühne gehen. Unter dem Dach der KirchMedia ist das Kerngeschäft der Kirch-Gruppe – Film- und Sportrechtehandel sowie TV-Sender – konzentriert. Die beiden Kernbereiche sollen nach den bisherigen Planungen zusammen in eine künftige Auffangesellschaft eingebracht werden. Eine Aufspaltung wird abgelehnt. Randbereiche sollen dagegen möglichst schnell verkauft werden, heißt es. Dazu gehört beispielsweise die Sparte Technische Dienstleistungen mit Tochtergesellschaften wie dem Call-Center-Betreiber Media Service Center und der Johannisthal Synchron GmbH.

Von den insgesamt 50 Interessenten für Teile der Kirch-Media wird maximal zehn bis 15 zugetraut, die Übernahme der Kernbereiche finanziell auf die Beine zu stellen, heißt es. Als Käufer kämen unter anderem die deutschen Medienkonzerne Bauer, Burda, die WAZ-Gruppe und der Holtzbrinck-Konzern in Frage. Bertelsmann hat aus kartellrechtlichen Gründen dagegen wohl keine Chance. es. Experten schätzen den Wert der Kernbereiche von Kirch-Media auf bis zu vier Milliarden Euro.

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