Wirtschaft : „Die Konjunkturwende ist geschafft“

Handelsblatt-Indikator für den Euro-Raum hat sich aber abgeschwächt

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Die Konjunktur in der EuroZone kommt mit Beginn des kommenden Jahres in Schwung – allerdings dürfte die Erholung zunächst etwas schwächer ausfallen, als es bislang den Anschein hatte. Das signalisiert der Handelsblatt-Eurokonjunktur-Indikator im Dezember. Das Barometer, das der Wirtschaftsentwicklung etwa drei Monate vorausläuft, hat nach drei Anstiegen in Folge im Dezember einen leichten Rückschlag erlitten. Es sank um 0,1 Prozentpunkte und signalisiert für März nun ein Wachstum von 1,4 Prozent. Hauptgrund für das leichte Minus ist die schwache Industrieproduktion in der Euro-Zone, die im September zum zweiten Mal in Folge schrumpfte. „Der enttäuschende Dezemberwert des Indikators lässt kaum erwarten, dass im nächsten Jahr die Bäume bereits wieder in den Himmel wachsen“, sagt Ulrich van Suntum, Ökonomie-Professor an der Universität Münster der den Indikator berechnet. „Die Konjunktur in Euro-Land findet nur mühsam aus dem Konjunkturtief heraus.“ Der leichte Rückgang im Dezember war nicht die einzige schlechte Nachricht des Indikators – auch die Werte für die vorangegangenen Monate wurden leicht nach unten korrigiert. Aber immerhin: Trotz der Abwärtskorrektur und des leichten Rückschlags im Dezember spricht der Frühindikator weiter für eine die allmähliche Konjunktur-Erholung ab dem Jahreswechsel. „Die Konjunkturwende ist geschafft“, betont van Suntum. ost/HB

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