Wirtschaft : Die Kosten teilen sich die Deutsche Telekom und France Télécom

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Die Deutsche Telekom und France Télécom kaufen die Beteiligung des amerikanischen Telefonkonzerns Sprint an dem internationalen Telekommunikations-Gemeinschaftsunternehmen Global One. Sprint erhält 1,13 Milliarden Dollar (2,2 Milliarden Mark) in bar und eine Schuldenrückzahlung von 276 Millionen Dollar für seinen gesamten Anteil. Dies teilte die US-Gesellschaft am Mittwoch mit. Der Verkauf des Sprint-Anteils soll in einigen Monaten vollzogen sein. Den Preis zahlen die beiden verbleibenden Partner Deutsche Telekom und France Télécom zu gleichen Teilen.

Allerdings ist nicht geplant, dass die beiden Unternehmen Global One in Zukunft gemeinsam weiter betreiben werden. Zur Zeit stehen sie in Verhandlungen, wer Global One übernimmt. "Die Verhandlungen sind auf guten Wege", sagte ein Telekom-Sprecher. Genauere Angaben wollte er nicht machen, auch nicht wann mit einer Einigung zu rechnen ist. Wenn der Preis stimme, könne die Telekom das Unternehmen vollständig übernehmen. Auch die France Télécom hatte ihr Interesse an einer kompletten Übernahme von Global One geäußert. Die Partnerschaft zwischen Telekom und France Télécom zerbrach nach dem gescheiterten Versuch der Telekom, mit Telecom Italia zusammenzugehen.

Wie die Zeitschrift "Capital" berichtet, rechnet die Telekom mit einem Ergebniseinbruch im laufenden Jahr. Der Überschuss nach Steuern und vor außerordentlichem Ergebnis werde von 2,5 Milliarden Mark 1999 auf 1,1 Milliarden Mark sinken. Dies gehe aus der vertraulichen Konzernplanung hervor. Das schlechte Ergebnis sei eine Folge des harten Preiskampfes im Festnetz. Die Telekom kommentierte die Meldung nicht.

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