Wirtschaft : Die Luft wird sehr dünn

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(Tsp). Die deutschen Aktienmärkte begannen am Dienstag zunächst freundlich, der Deutsche Aktienindex kletterte schnell über die Marke von 4150 Punkten. Vorausgegangen waren gute Nachrichten aus Tokio. Dort kletterte der NikkeiIndex um 0,6 Prozent auf 11103 Punkte und damit auf dem höchsten Stand seit knapp einem Vierteljahr.

Kurz nach 15 Uhr kam dann der Umschwung. Der Dax gab kontinuierlich nach und notierte zum Schluss bei 4106,41 Punkten, ein Minus von 0,81 Prozent. Marktteilnehmer machten Gewinnmitnahmen aus und ein Händler kommentierte die Entwicklung mit den Worten: „Die Luft ist raus. Der heutige Tag könnte den Beginn einer Korrektur markieren, die uns bis auf 4000 Punkte führen könnte.“ Auch andere Börsianer sahen in den Verlusten den Auftakt einer überfälligen Korrektur. Seit Oktober hat der Dax ohne größere Rückschläge mehr als 25 Prozent zugelegt.

Im Dax führten die Titel von Linde mit einem Plus von knapp zwei Prozent auf 44,69 Euro auf den milliardenschweren Teilverkauf des Konkurrenten Messer Griesheim an Air Liquide. Die Anleger seien erleichtert, dass Linde die Übernahme nicht stemmen muss, hieß es. Die Papiere der HVB waren mit einem Minus von 4,7 Prozent die Verlierer des Tages. Eine Reaktion auf die starken Gewinne der Vortage.

Am Rentenmarkt zog der Bund-Future um 0,19 Prozent auf 114,52 Punkte an. Der Rex stieg um 0,07 Prozent auf 118,18 Zähler. Die durchschnittliche Umlaufrendite sank auf 3,83 (Montag 3,84) Prozent. Der Kurs des Euro zog wieder an. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2536 (Montag: 1,2373) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7977 (0,8082) Euro.

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