Wirtschaft : Die Momentum-Strategie

pbs

Die so genannte Momentum-Strategie ist so einfach, wie sie lukrativ ist: Gewinner-Aktien kaufen und Verlierer-Aktien verkaufen. Damit lasse sich eine hervorragende Rendite erzielen. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung der Universität Mannheim. Anleger könnten sich ein lockeres Leben machen: Die Suche nach unterbewerteten Titeln mit attraktiven, niedrigen Kurs-Gewinn-Verhältnissen entfällt. Stattdessen werden einfach die Aktien gekauft, die schon in der Vergangenheit gut gelaufen sind. Ein Blick auf die größten Einzelpositionen der deutschen Aktienfonds scheint die Theorie zu bestätigen: Die Gewinner Mannesmann und Telekom fehlen in keinem Portefeuille. Einziger Haken der Strategie: Der Effekt ist besonders ausgeprägt bei kleineren Unternehmen. Denn kursrelevante Informationen verbreiten sich wegen der häufig schlechteren Informationspolitik langsamer am Markt. Frisches Kapital strömt erst nach und nach in die favorisierten Werte. Solange der Kurs noch nicht völlig die positiven Nachrichten reflektiert, hat die Aktie noch "Momentum", das heißt Aufstiegspotenzial.

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