Wirtschaft : Die Nachfrage steigt

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STEIGENDE PREISE

Stahl ist wieder ein wertvolles Gut. Nach einem kleinen Rückgang zur Jahresmitte zeigte die Preisentwicklung 2005 nur nach oben. Im ersten Quartal 2006 konnten die Unternehmen ihr Produkt erneut verteuern – und für das zweite Vierteljahr wurden ebenfalls Preiserhöhungen angekündigt. Der wichtigste Grund für den Trend: Die Nachfrage nimmt weltweit zu.

DEUTSCHLAND

Die deutschen Stahlhersteller wie Thyssen-Krupp und Salzgitter profitieren zum einen vom Export. Gut 40 Prozent der Produktion werden laut Wirtschaftsvereinigung Stahl ins Ausland verkauft. Zum anderen läuft es bei den hiesigen Automobilherstellern gut. Die Branche verbraucht immerhin ein Drittel des deutschen Stahls. Der Bau, der für zwölf Prozent der Nachfrage steht, stabilisiert sich wiederum. Insgesamt dürfte die Rohstahlproduktion hier zu Lande nach Schätzung der Wirtschaftsvereinigung Stahl um 2,6 Prozent auf 45,7 Millionen Tonnen steigen. Wir sind da „recht optimistisch“, sagte ein Sprecherin.

CHINA INVESTIERT

Die weltweite Rohstahlproduktion dürfte in diesem Jahr nach Branchenschätzungen auf 1,2 Milliarden Tonnen sowie 2007 auf 1,3 Milliarden zulegen – und der Bedarf dementsprechend. Ein wesentlicher Faktor ist China. Hier wird viel in die Infrastruktur investiert. Außerdem bereitet sich das Land auf Olympische Spiele (2008) und die Expo in Schanghai (2010) vor. In den dafür nötigen Anlagen wie Stadien wird viel Stahl verbaut. Neben China hat Indien einen Nachholbedarf bei der Infrastruktur. hop

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