Wirtschaft : Die neue Bescheidenheit

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DER ERSTE SCHRITT

Im Sommer 2002 gerät der ehemalige Telekom Chef Ron Sommer immer stärker unter Druck – auch durch seinen Aufsichtsrat. Noch vor der Hauptversammlung gibt Sommer bekannt: Der Vorstand verzichtet auf die umstrittenen Aktien-Optionen . Seither gibt es im Konzern keine Aktien-Optionen für die Mitglieder des Vorstands mehr.

DAS GROSSE SPAREN

Nach dem Abgang Sommers im Juli 2002 schlägt der Konzern einen rigiden Sparkurs ein. Interimschef Helmut Sihler kündigt auch Einsparungen bei den Personalkosten an. Für die Jahre 2003 und 2004 müssen die leitenden Angestellten eine Nullrunde beim Gehalt hinnehmen.

DER SOLIDARBEITRAG

Im Jahr 2004 stehen harte Tarifverhandlungen mit der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi an. Um Arbeitsplätze halten zu können, sollen 100000 Mitarbeiter zehn Prozent weniger arbeiten – bei nur teilweisem Lohnausgleich. Im Gegenzug verzichtet jeder Vorstand auf ein monatliches Grundgehalt im Jahr 2004. Der Vorstand wertet dies als seinen Solidarbeitrag zum Beschäftigungspakt . vis/Foto:dpa

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