Wirtschaft : Die Ölkrise von 1973 machte das Kartell der Opec bekannt

Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) zählt elf Mitglieder. Ihre Gründer waren am 14. September 1960 in Bagdad Venezuela, Kuweit, Iran, Irak und Saudi-Arabien, der größte Ölexporteur weltweit. Die Länder schlossen sich zusammen, weil sieben Ölkonzerne (Exxon, Shell, Mobil, Texaco, Chevron, BP, Gulf) die Ölabgaben (royalties) gekürzt hatten. Das hatte den Produzenten erhebliche Einkommensverluste gebracht. Bis 1975 kamen zur OPEC noch Katar, Indonesien, Libyen, die Vereinigten Arabischen Emirate, Algerien, Nigeria, Ecuador und Gabun hinzu. Ecuador schied 1992 wieder aus, Gabun 1996.

Die Opec wurde 1973 durch die Ölkrise weltweit bekannt. Die Ölproduzenten hatten die westlichen Industrieländer wegen des israelisch-arabischen Krieges mit einem Ölembargo belegt. Das vervierfachte den Preis für einen Barrel Öl. Zum ersten Mal wurde deutlich, dass die Opec-Staaten die wichtigsten Ressourcen der Weltwirtschaft haben. Auf die Opec entfallen 77 Prozent der weltweit bekannten Erdöl-Reserven. Sie stellt derzeit rund 35 Prozent des weltweiten Öl-Angebots bereit.

Die Mitglieder der Opec treffen sich zwei Mal im Jahr zu einer Konferenz, um über ihre Produktionsmengen und den angestrebten Richtpreis für ein Barrel Rohöl (159 Liter) zu beraten. Ziel des Kartells ist ein stabiler Ölmarkt. Dazu soll das Fördervolumen in Einklang mit den Preisen an den Rohölmärkten gebracht werden. Für die Mitgliedsländer wird ein sicheres und gerechtes Einkommen angestrebt. Sie verpflichten sich ihrerseits, Öl als Energiequelle Nummer eins sicher zu stellen. Die meisten Opec-Staaten finanzieren sich überwiegend aus den Öl-Einnahmen.

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