Wirtschaft : Die Optimisten lassen sich nicht unterkriegen

Daniel Rhee-Piening

Die kalte Dusche kam am Freitagabend. Der Münchener Chipkonzern Infineon schockte die Anleger mit einem unerwartet hohen Quartalsverlust. Auch die Meldungen über den steigenden Ölpreis verstimmen die Börsianer. Der Dax fiel unter die Marke von 5500 Punkten. Professionelle Beobachter versuchen dennoch eine positive Deutung und sprechen von „Gesundung“ der vorher weit nach oben gelaufenen Kurse. Die Commerzbank etwa sieht ein weiter günstiges wirtschaftliches Umfeld. Außerdem seien deutsche Aktien nach wie vor günstig bewertet . Sal. Oppenheim erwartet zunächst eher eine Seitwärtsbewegung beim Dax. Hoffnungen setzten die Kölner Privatbanker auf Lufthansa -Aktien, die das Prädikat „Buy“ erhalten. Oppenheim hält die Aktie mit einem Kurs von 13,90 Euro für fair bewertet.

Helaba Trust spricht von einer „gesunden Konsolidierung“ und verweist darauf, dass das ermäßigte Kursniveau von einigen Investoren sogar als Einstiegsgelegenheit angesehen werden könnte.

Über die Richtung, in die sich die Aktienmärkte bewegen, entscheiden in der nächsten Zeit die Geschäftszahlen der Unternehmen aus Deutschland und den USA. Aktienstratege Günter Senftleben von der Bankgesellschaft Berlin ist etwas zurückhaltender als seine Kollegen, was die Geschäftszahlen der Firmen angeht. „Insgesamt ist die Eröffnung der internationalen Bilanzsaison ja eher enttäuschend gewesen.“

In der kommenden Woche legt am Mittwoch SAP Geschäftsergebnisse vor, nachdem der Softwarekonzern kürzlich schon Umsatzzahlen veröffentlicht hatte. Am Mittwoch stehen zudem Umsatzzahlen des Pharma- und Spezialchemiekonzerns Altana an. Am Donnerstag wird schließlich der Quartalsbericht von Siemens erwartet. Den Anfang macht bereits am Dienstag Infineon.

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