Wirtschaft : Die Sanierung

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Die Bankgesellschaft Berlin will zu einer starken Regionalbank in Berlin und Brandenburg werden, das Retail-Geschäft wird in den Marken Berliner Sparkasse und Berliner Bank gebündelt. Die Verbindung beider Marken unter dem Dach der Landesbank Berlin soll bis zum 1. Januar 2003 abgeschlossen werden. Der Vorstandsvorsitzende Hans-Jörg Vetter verspricht sich vor allem im Retail-Geschäft (Lexikon Seite 19) Erfolg. Im Großraum Berlin hat die Bankgesellschaft rund 2,5 Millionen Kunden, eine weitere Million im übrigen Bundesgebiet. Bei den laufenden Konten hat der Konzern einen Marktanteil von mehr als 50 Prozent. Bei den Baufinanzierungen allerdings nur von rund sieben Prozent. In der Vernetzung der Angebote sieht Vetter deshalb ein enormes Potenzial.

Das Immobilienfinanzierungsgeschäft soll ein weiterer Schwerpunkt der Bank bleiben. Das risikoreichere Geschäft mit Bauträgern sowie Management- und Bauträgerimmobilien wird allerdings nicht mehr finanziert. Das Wholesale-Geschäft wird verkleinert, bleibt aber Eckpfeiler des Konzerns. Künftig wird neben dem reduzierten Eigenhandel insbesondere das Kundengeschäft mit Zins-, Aktien- und Kreditprodukten inklusive dazugehöriger Derivate eine erheblich stärkere Rolle spielen.

Vetter will ferner die Kosten im Konzern bis zum Jahr 2005 um ein Viertel oder rund 450 Millionen Euro senken. Im Einzelnen sollen die Personalkosten um 300 und die Sachkosten um 150 Millionen Euro reduziert werden.

Spätestens im ersten Halbjahr 2003 sollen die Beteiligungen an der Zivnostenska Banka in Prag sowie der Bankgesellschaft Berlin Polska und die Allbank veräußert werden. Eine Entscheidung, wann die Weberbank verkauft wird, ist dagegen noch nicht gefallen.Tsp

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