Wirtschaft : Die Smart-Familie wächst

Neue Modelle des Kleinwagens sollen neue Käufer ansprechen

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Paris (hz/HB). Neue Modelle, neue Länder: Mit dieser Strategie will Smart-Chef Andreas Renschler die Verkaufszahlen des Auto-Flohs aus dem Hause Daimler-Chrysler weiter steigern. „Wenn wir nächstes Jahr insgesamt 130000 Wagen verkaufen könnten, mache ich eine Flasche Champagner auf“, sagte Renschler dem Handelsblatt. Neue Impulse erhofft sich der Zwei-Meter-Mann vor allem vom neuen Roadster, der im Frühjahr 2003 in zwei Varianten auf den Markt kommt und Smart zur Mehrproduktmarke macht.

Der bei seiner Vorstellung auf der IAA 1997 im Schatten des Elchtest-Flops belächelte Kleinwagen hat sich inzwischen allen Widrigkeiten zum Trotz etabliert. Im Jahr 2000 überschritt Smart erstmals die Verkaufszahl von 100000 Fahrzeugen, im laufenden Jahr sollen es schon 20 Prozent mehr sein. Bis Ende August wurden bereits 80800 Autos abgesetzt – ein Plus von sechs Prozent, gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Doch große Sprünge sind vom Basismodell nach Ansicht von Experten nicht mehr zu erwarten. Renschler setzt darum im kommenden Jahr auf neue Märkte und seine neuen Nischenmodelle.

Bei den Verkaufsprognosen für das neue Roadster-Duo gibt sich Renschler wesentlich zugeknöpfter als seinerzeit die Smart-Strategen, die vor fünf Jahren einen Absatz von 200000 Smarts pro Jahr prophezeihten. Der Roadster sei so kalkuliert, dass er bereits bei 10000 verkauften Autos jährlich rentabel ist, sagte Renschler. Der Geschäftsführer der Smart GmbH macht allerdings klar, dass die beiden Modellvarianten vom ersten Jahr an zum Ergebnis beitragen sollen.

Die Modelloffensive wird von einer deutlichen Erweiterung des Händlernetzes getragen. Allein in Deutschland, dem wichtigsten Markt für den Kleinwagen, soll die Zahl der Smart-Center bis 2004 rund verdoppelt werden, sagte Renschler. Weltweit wird der Smart inzwischen in 20 Ländern vertrieben. Bis 2004 sollen es bereits 40 sein.

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