Wirtschaft : Die Strecke Berlin-Brüssel boomt Brussels Airlines profitiert von Pendlern

Berlin - Die Flugverbindung von Brussels Airlines zwischen Berlin und Brüssel boomt. In diesem Jahr hat die Fluggesellschaft einen knapp 40-prozentigen Passagierzuwachs verzeichnen können. Durch den Einsatz größerer Maschinen hat sie die Kapazität auf den sechs täglichen Flugpaaren um rund 200 Plätze erhöht: 226 000 Fluggäste wurden in den ersten neun Monaten des Jahres gezählt, sagte Deutschland-Direktor Helmut Gläser. 34 Prozent davon steigen in Belgien auf andere Verbindungen um. Fünf Prozent nutzen die Anschlüsse von und nach Afrika. Dort kann Brussels Airlines auf die jahrzehntelange Tradition des Vorgängers Sabena setzen – kürzlich wurde als 21. afrikanisches Ziel Bamako in Mali ins Streckennetz aufgenommen. Die Langstreckenflotte wird um zwei auf sieben Airbus A330 vergrößert und erhält eine neue Kabinenausstattung. Neben dem Ausbau des Afrika-Netzes wird im kommenden Jahr dann erstmals auch New York angesteuert.

In Berlin sind die Umsteigeverbindungen nach Afrika nicht nur bei Diplomaten gefragt. Auch Beteiligte vieler Entwicklungshilfeprojekte zählen zu den Passagieren. In Brüssel selbst sorgen die zahlreichen Europabehörden für einen regen Pendelverkehr. An den Wochenenden nutzen zudem viele Touristen den Service. „Berlin ist unsere profitabelste Deutschland-Verbindung“, sagt Gläser. Weltweit hat die Gesellschaft in diesem Jahr bisher einen Passagierzuwachs von 20 Prozent verzeichnet. Seit 2009 hält die Lufthansa einen 45-prozentigen Anteil an Brussels Airlines und hat bis 2014 die Option, auch den Rest zu erwerben. Seitdem wird Brüssel massiv als weiteres Drehkreuz des Star Alliance-Bündnisses ausgebaut. Die Deutschland-Routen wurden aufgeteilt. Lufthansa fliegt von Frankfurt und München und von Stuttgart nach Brüssel. Brussels Airlines bedient neben Berlin auch Hamburg und Hannover, die Deutschland-Direktion sitzt in Berlin. du-

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