Wirtschaft : Die Tendenz geht langsam nach unten

Yasmin El–Sharif

Kleine Verschnaufpause am Aktienmarkt: Die Berichtssaison zum ersten Quartal der Dax-Unternehmen geht langsam zu Ende. Da könnte es in der kommenden Börsenwoche etwas ruhiger werden, denn da stehen nur noch die Ergebnisse von RWE und der Deutschen Post an.

In der vergangenen Woche hatten teils sehr gute Unternehmenszahlen dem deutschen Leitindex kräftige Gewinne gebracht. So erreichte der Dax am Donnerstag mit 6162 Punkten den höchsten Stand seit fast fünf Jahren. Nur das Börsendebüt von Air Berlin enttäuschte. Dass Air Berlin seinem Status als Billigflieger auch an der Börse mehr und mehr gerecht wird, in dem die Kurse immer billiger werden, interessierte am Freitag einen Tag nach dem holprigen Börsengang kaum einen der Experten. Bis zum Abend sackte der Kurs der Fluggesellschaft auf knapp elf Euro ab. Und auch der Dax büßte am Freitag seine Kursgewinne wieder ein und verlor damit auf Wochensicht mehr als zwei Prozent.

Langfristig rechnen Experten mit einem Abrutschen vieler Werte. Der Ölpreis, der sich weiter in der Nähe seines Rekordhochs hält, könnte sich bald deutlich bemerkbar machen. Lange habe der Markt den Ölpreisanstieg ausgeblendet. „Das war auch nachvollziehbar, denn die gute Entwicklung der Unternehmensgewinne hat das überlagert. Aber irgendwann ist der Punkt erreicht, wo es wehtut“, sagt Aktienstratege Steffen Neumann von der Landesbank Rheinland-Pfalz. Er rechnet damit, dass der Dax in der kommenden Woche in einer Spanne von rund 6000 bis 6150 Punkten pendeln wird.

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