Die Unternehmen : Noch kein Gewinn

PREMIERE

Für den Abo-Sender Premiere macht sich die Rückgewinnung der Übertragungsrechte für die Fußball-Bundesliga frühestens im kommenden Jahr bezahlt. Die Prognosen für das laufende Jahr schraubte der Sender trotz der Einigung mit dem Rivalen Arena herunter. „Wir haben einige Bremsspuren zu verarbeiten“, sagte Premiere-Chef Georg Kofler. Zudem müsse Premiere kräftig ins Marketing investieren, um sich bei den Zuschauern als Bundesliga- Sender wieder ins Spiel zu bringen. Für das Gesamtjahr peilt das Unternehmen nun einen Umsatz von 1,04 Milliarden bis 1,05 Milliarden Euro und einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 80 Millionen bis 100 Millionen Euro an. Zum Jahresende will Premiere 4,4 Millionen Abonnenten haben, davon 3,7 Millionen direkt und rund 700 000 über Arena und deren Muttergesellschaft Unitymedia. Premiere sei nun so gut aufgestellt wie nie zuvor in der Unternehmensgeschichte, sagte Kofler. „Die Gebete wurden erhört, die Bundesliga ist wieder zu Hause bei Premiere.“ Im zweiten Quartal 2007 steckte Premiere aber trotz deutlicher Kosteneinsparungen immer noch in den roten Zahlen. Unterm Strich blieb ein Verlust von 32,6 Millionen Euro. Der Umsatz ging um knapp 15 Prozent auf 229 Millionen Euro zurück.

UNITYMEDIA

Unitymedia will seinen Anteil von 16,7 Prozent an Premiere vorerst behalten und damit weiterhin größter Einzelaktionär bleiben.

Die Arena-Redaktion wird weitgehend aufgelöst. Rund 30 der 50 festen Arbeitsplätze fielen weg, sagte der Geschäftsführer der Unitymedia, Parm Sandhu. Nach Möglichkeit sollen die Beschäftigten bei Premiere neue Arbeitsplätze finden. Kofler sind Bewerber des einstigen Konkurrenten willkommen. „Wir sind nicht nachtragend“, sagte er. vis/dpa

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