Wirtschaft : Die Vorwürfe gegen Schneider

(dpa)

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Die wesentlichen Vorwürfe gegen Jürgen Schneider sind bereits in einem Haftbefehl des Amtsgerichts Frankfurt aus dem Mai 1995 genannt: Bankrott, Betrug, Kreditbetrug.Da dieser Haftbefehl Grundlage für die Auslieferung Schneiders von den USA an die deutsche Justiz war, dürfen die Anschuldigungen nicht erweitert werden.Die 29.Strafkammer des Frankfurter Landgerichts hat allerdings den Vorwurf des Bankrotts abgetrennt. Aus prozeßökonomischen Gründen hat sich die Staatsanwaltschaft bei ihren fast dreijährigen Ermittlungen und in der rund 450 Seiten starken Anklageschrift nur auf einen beispielhaften Ausschnitt der gesamten Schneider-Affäre beschränkt.Im Einzelnen geht es dabei um -den Bau der Zeilgalerie in Frankfurt und andere Objekte.Im ersten Fall soll Schneider die Deutsche Bank als Finanzier des Projekts um 45 Mill.DM be trogen haben.Dazu soll er falsche Angaben über die vermietbaren Flächen und entsprechende Mieteinnahmen gemacht haben. -die Mädler-Passage und den Zentralmesseplatz in Leipzig sowie zwei Objekte in Berlin.Für seine Leipziger Projekte soll Schneider einen Kredit von 48 Mill.DM und einen um 29 Mill.DM überhöhten Kredit mit Kopien gefälschter Kaupfverträge erschlichen haben.Ähnlich soll er bei Gebäuden in der Berliner Tauentziehnstraße und dem Kurfürsteneck vorgegangen sein. Auf diesen Fällen beruht die Anklage wegen Kreditbetrugs und Betrugs in einem besonders schweren Fall.Diese Straftaten können mit Höchststrafen von zehn und drei Jahren oder mit Geldstrafe geahndet werden. Beim abgetrennten Bankrott-Vorwurf geht es um das Beiseiteschaffen von etwa 245 Mill.DM Fluchtgeld.Unmittelbar vor dem Zusammenbruch seines Immobilien-Imperiums im Frühjahr 1994 soll Schneider die Millionen auf Schweizer Konten transferiert haben.

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