Wirtschaft : Die Wall Street ist schlecht gelaunt

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Frankfurt am Main Die Bilanz der vergangenen Woche an den internationalen Aktienmärkten könnte bereits einen Vorgeschmack darauf liefern, was in dieser Woche droht. Da hatte der Deutsche Aktienindex (Dax) beispielsweise 1,4 Prozent an Wert verloren. Hohe Öl- und Rohstoffnotierungen, ein steigender Euro und dazu ein unerwartet hohes US-Handelsdefizit zum Wochenausklang vermiesten die in den Wochen davor gute Stimmung. Da zumindest beim Ölpreis vor der Sitzung der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) am kommenden Mittwoch keine gravierenden Veränderungen zu erwarten sind, dürften auch die Aktienmärkte bis dahin kaum Aussichten auf außergewöhnliche Kursveränderungen haben.

Das Gros der Aktienmarktstrategen interpretiert die derzeitige Schwäche als Konsolidierung. Der Aufwärtstrend sei intakt, heißt es bei der Commerzbank, auch wenn es kurzfristig Schwächephasen geben könnte. Die Zinsen sind anhaltend niedrig, viele Aktien immer noch günstig bewertet. Bei der DZ Dank verweisen die Experten auf die dynamischen Gewinne der Unternehmen. „Die Abwärtsrisiken sind begrenzt.“

Mit Spannung warten die Experten deswegen in dieser Woche speziell auf die Ergebnisse einer Reihe von Finanzwerten (AWD, Münchener Rück, Comdirect, Hypo-Vereinsbank, Allianz, Swiss Re). Bei keinem der Finanzwerte rechnen Analysten mit negativen Überraschungen. Weitaus weniger optimistisch sind die Experten für den US-Aktienmarkt. Das liegt unter anderem daran, dass sich die Berichtssaison für das erste Quartal an der Wall Street dem Ende zuneigt. Erfahrungsgemäß häufen sich gerade in dieser Zeit die Negativmeldungen aus den Unternehmen. ro/scc (HB)

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