Wirtschaft : Die Warnungen des US-Notenbankchefes A. Greenspan bewahrheiten sich

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Nach Wochen der - zunächst wirkungslosen - Warnungen von Analysten und dem US-Notenbankchef Alan Greenspan konsolidieren sich die Börsen weltweit. Insbesondere Hochtechnologiewerte mussten auch am Mittwoch starke Abschläge hinnehmen. Ein Ende der Korrektur ist noch nicht abzusehen, auch wenn einige Analysten bei Einzelwerten bereits wieder von Kaufkursen sprechen.

Von den großen deutschen Werten waren Siemens, SAP und die Deutsche Telekom betroffen. Sie zogen den Börsenindex Dax nach unten, nachdem sie in den vergangenen Monaten fast allein für seinen Anstieg gesorgt hatten. Das Börsenbarometer verlor über drei Prozent auf 7414,46 Punkte. Siemens war der größt Tagesverlierer mit einem Minus von 10,37 Prozent auf 153,09 Euro. Damit liegt die Aktie wieder deutlich unter 190 Euro - eine Marke, die sie im Zuge der Infineon-Euphorie übersprungen hatte. Hingegen konnten die zuletzt vernachlässigten Versorger- und Automobilwerte wie BMW, Viag und Veba gewinnen.

Am Neuen Markt, an dem junge Wachstumswerte notiert sind, ging es ebenfalls abwärts. Der Trend verstärkte sich noch gegen Handelsschluss auf Grund schwacher Vorgaben aus den USA, wo die Nasdaq zunächst über vier Prozent sackte. Bis zum Nachmittag verlor der umfassende Nemax-All-Share über sechs Prozent. Den Schlussstand markierten 7417,88 Punkte - ein Minus von fast neun Prozent.

An den amerikanischen Börsen fallen seit einigen Tagen die Aktienkurse stark. Darauf und auf den schlechten Zustand der japanischen Wirtschaft reagierten die asiatischen Börsen mit deutlichen Abschlägen. Dies wiederum kühlte auch in Europa die Euphorie für High-Tech-Werte ab. Außerdem gerieten Biotechnologie-Aktien unter Druck, da der US-Präsident Bill Clinton und der britische Premier Tony Blair Forschungsergebnisse zum menschlichen Erbgut allgemein zugänglich machen wollen.

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